Gut Fahrenbach als Bio-Betrieb

Wir bewirtschaften Gut Fahrenbach seit der Übernahme des Betriebes 1984 nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes und sind anerkannter Bioland-Betrieb seit 1987. (Bioland-Betriebsnr.: 60585).
Biologische Bewirtschaftung heißt uns unter anderem:

  • keine Verwendung von Pestiziden zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung.
  • kein Einsatz von leichtlöslichen Mineraldüngern, sondern ausschließliche Verwendung von hofeigenen, organischen Wirtschaftsdüngern (Mist,Jauche, Kompost) in Kombination mit einer die Bodenfruchtbarkeit fördernden Fruchtfolge.
  • Ernährung der Tiere auschließlich auf der Grundlage der eigenen Futterproduktion, völliger Verzicht auf Zukauffuttermittel, Hormonen und Wachstumsförderen.
  • den Tieren ein ihnen artgerechtes Leben zu gewähren. Dazu gehört auch die Vermeidung von Streß vor und beim Schlachten.
  • schonende Weiterverarbeitung der Produkte, d.h. zum Beispiel keine Verwendung von Nitritpökelsalz oder Phosphaten bei der Wurstherstellung.

Als EU-Biobetrieb und Vertragsbetrieb des Bioland-Verbandes haben wir uns verpflichtet, diese und viele weitere Richtlinien einzuhalten. Die Einhaltung dieser Richtlinien wird jedes Jahr aufs Neue durch ein mehrstufiges Verfahren mit Aufzeichnungspflicht über alle betrieblichen Vorgänge und durch die Kontrolle eines unabhängigen Kontrollinstituts überprüft.

Artgerechte Mutterkuhhaltung auf Gut Fahrenbach

Aberdeen-Angus ist eine extensive Rinderrasse, die sich durch Robustheit, Gutmütigkeit, gute Muttereigenschaften und eine besonders gute Fleischqualität auszeichnet. Unsere Aberdeen-Angus Mutterkuhhere bildet ein nahezu geschlossenes System: Die Kühe bringen in den Monaten Dezember und Januar im Herdenverband ihre Kälber zur Welt, die dann für die nächsten 10-11 Monate bei ihren Müttern bleiben und deren gesamte Milch saufen. Nach dieser Zeit werden die "Kälber" von ihren Müttern getrennt, leben aber weiterhin in größeren Gruppen zusammen, bis sie das Schlachtalter mit ca. 2 Jahren erreichen oder selber zu Mutterkühen werden. Um Inzucht in unserer Herde zu vermeiden, setzen wir alle 3 Jahre einen neuen Deckbullen, den wir von einem anderen Biobetrieb erwerben.

Während der Wintermonate lebt die gesamte Herde in Ställen mit Stroheinstreu, der größte Teil der Tiere hat zusätzlich jederzeit freien Zugang zu einem Laufhof unter freiem Himmel. Das Winterfutter (Heu und Grassilage) stammt ausschließlich von unseren Wiesen und Feldern. Von Mitte März bis Mitte November leben die Tiere auf der Weide.